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Bekanntmachung

Die bestehende Corona-Landesverordnung gilt grundsätzlich bis zu ihrem Auslaufen am 22. Mai 2021. Danach erfolgen einheitliche Öffnungsschritte für das ganze Land.
Für Landkreise und kreisfreie Städte mit einer Inzidenz von über 100 gilt die „Bundesnotbremse“ nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz (insb. Paragraf 28).

Voraussetzung für alle Öffnungsschritte ist, dass sich die Infektionslage in Mecklenburg- Vorpommern auch weiter anhaltend positiv entwickelt. Dazu gehört, dass

    • die Landesinzidenz bis Anfang/Mitte Juni auf 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen absinkt,
    • dass die sinkenden Inzidenzwerte durch eine bis zum Beginn der Sommerferien auf ca. 50% ansteigende Impfquote (Erstimpfungen) abgesichert werden kann und
    • eine flächendeckende Testinfrastruktur und wirksame Teststrategien zur Absicherung der Öffnungsschritte bestehen.

Was gilt wo, wann und warum?

Die Bezugsgröße für die Bewertung des Infektionsgeschehens ist die Anzahl und Verteilung der Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner der letzten 7 Tage – der sogenannte Inzidenzwert.

Berechnungsgrundlage ist die Anzahl der Bevölkerung (235.623) im Landkreis Vorpommern-Greifswald am 31.12.2019 gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamtes. Alle gemeldeten Neuinfektionen der jeweils zurückliegenden sieben Tage werden addiert, durch die Einwohnerzahl geteilt und mit 100.000 multipliziert.

Der jeweils berechnete Inzidenzwert für das Land Mecklenburg-Vorpommern sowie der Inzidenzwert im Landkreis Vorpommern-Greifswald wird bereitgestellt auf den Seiten des Landesministeriums für Gesundheit und Soziales unter dem Menüpunkt Daten zur Corona-Pandemie.

COVID-19 - Was gilt grundsätzlich?

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland derzeit als sehr hoch ein.

Nach einem Rückgang ab Ende Dezember steigen die 7-Tage-Inzidenz und Fallzahlen im Bundesgebiet seit Februar wieder an. Dies betrifft insbesondere Altersgruppen unter 65 Jahren.

In Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Infektionslage (insbesondere: 7-Tage-Inzidenz aller Einwohner sowie besonders schutzbedürftiger Bevölkerungsgruppen, Anteil intensivmedizinisch behandelter COVID-19-Fälle an der Gesamtheit der betreibbaren ITS-Bettenkapazität, R-Wert, Kontaktnachverfolgung, Impfgeschehen, Testungen) wird fortlaufend geprüft, ob die derzeitigen Maßnahmen im Hinblick auf die infektionsschutzrechtlichen Anforderungen weiterhin als verhältnismäßig erachtet und mithin als gerechtfertigt angesehen werden oder eine Änderung erfahren müssen.

Öffnungsschritte ab 17. Mai 2021

Am 11. Mai wurden auf Landesebene Eckpunkte für einen Perspektivplan MV abgestimmt und beschlossen.  Anknüpfend an diese Erklärung wird ein umfassender MV-Plan erarbeitet, der konkrete Öffnungsschritte für Lebens- und Wirtschaftsbereiche vorsieht. 

Ab 17. Mai - Aufhebung der landesweiten Notfallbetreuung an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen - Schulbetrieb im LK VG abhängig von Inzidenzwert zum Stichtag

Ab 17. Mai - Aufhebung der landesweiten Notfallbetreuung an KiTas - KiTa-betrieb im LK VG abhängig von Inzidenzwert zum Stichtag

Ab 7./14. Juni: Übernachtungstourismus für Gäste, Zweitwohnungsbesitzer, Dauercamper innerhalb/außerhalb von MV

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 100 gilt:

  • ab dem 7. Juni: Öffnung von Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätzen und vergleichbaren Angeboten der Beherbergung für Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern – mit Vorlage eines negativen Tests bei Anreise zweimal pro Woche während des Aufenthalts.
  • Aufhebung der Einreisebeschränkungen für Zweitwohnungsinhaber, Dauercamper usw.
  • Ab dem 14. Juni: Öffnung von Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätzen und vergleichbaren Angebote der Beherbergung für Gäste von außerhalb des Landes – mit Vorlage eines negativen Tests bei Anreise sowie zweimal pro Woche während des Aufenthalts.

Ab 7./14. Juni: Öffnungsschritte in den Bereichen Kultur, Freizeit, Sport

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 100 gilt:

  • Erste Öffnungsschritte in den Bereichen Kultur, Freizeit, Sport (Vereinssport, Fitnessstudios) – mit Test.
    Weitere Auflagen werden im Detail spätestens am 31. Mai durch die Landesregie-rung und den MV-Gipfel festgelegt.

Ab 10. Juni: Modellprojekte für Open-Air-Kulturveranstaltungen möglich

Auf der Grundlage strikter und vom Gesundheitsamt zu genehmigender Schutz-und Hygienekonzepte können die Landkreise und kreisfreien Städte mit einer Inzidenz unter 100 durch Einzelfallentscheidung auf Antrag kulturelle Veranstaltungen unter freiem Himmel als Modellprojekte zulassen, die frühestens ab dem 10. Juni 2021 stattfinden können.

Dies sind derzeit z.B. folgende Veranstaltungen:

  • Schlossfestspiele des Mecklenburgischen Staatstheaters, Alter Garten und Schloss-innenhof,
  • Klassiknacht im Zoo (Außenbereich) (Zoo Rostock & Volkstheater Rostock),
  • Schlossfestspiele Neustrelitz, Schlosspark,
  • Festspiele M-V, Kinder- und Familienkonzert, Hasenwinkel Schlosspark.

Zu den einzuhaltenden Auflagen gehören insbesondere fest zugewiesene Sitzplätze und Abstandsregeln sowie ein negativer Coronatest.

Ab 23./25. Mai - Öffnung des Einzelhandels, der körpernahen Dienstleistungen sowie der Gastronomie (Innen- und Außenbereich)

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 100 gilt:

  • Ab 23.05.: Öffnung der Gastronomie in den Außen- und Innenbereichen – (in den Innenbereichen mit Testnachweisplficht und Terminbuchung).
  • Ab 25.05.: Öffnung des Einzelhandels außerhalb der Grundversorgung – ohne Testnachweispflicht sowie
  • Öffnung körpernaher Dienstleistungen – mit Testnachweispflicht.
  • Öffnung der Fahr- und Flugschulen - mit Testnachweispflicht.

Landes- und kreisweite Schutzmaßnahmen bis zum 22.05. 2021

Der M-V-Weg: Land passt am 23.04 2021 seine Schutzmaßnahmen in der Corona-Landesverordnung an das geänderte Infektionsschutzgesetz des Bundes an.

Damit sind landesweite Regelungen vorgegeben, die ebenfalls Gültigkeit für den gesamten Landkreis besitzen. 

Schulbetrieb im LK V-G 
Ende der Notbetreuung – Schulorganisation im LK V-G ab 17. Mai gemäß Stufe 100 - 165 - Wechselunterricht

Die 3. Schul-Corona-Verordnung regelt den landesweiten Schulbetrieb an allgemeinbildenden und Beruflichen Schulen in Abhängigkeit vom regionalen Inzidenzwert.  

Die 7-Tage-Inzidenz bezeichnet die kumulierte Zahl der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 der letzten sieben Tage laut der Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts je 100.000 Einwohner nach den auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts unter https://www.rki.de/inzidenzen veröffentlichten Daten bezogen auf eine bestimmte Gebietskörperschaft.

Für den Schulbetrieb ab 17. Mai war Mittwoch, der 12. Mai 2021, der ausschlaggebende Stichtag.
Für den Schulbetrieb ab diesem Zeitpunkt wurde die Schul-Corona-Verordnung durch das zuständige Landesministerium überarbeitet. Dies war notwendig, da neue bundesgesetzliche Regelungen (Bundesinfektionsschutzgesetz) bestimmte Regelungen ab einer Inzidenzstufe 100 bundesweit vorgeben.
Nach der bundesrechtlichen Vorgabe können die Regelungen zur Notbetreuung sowie zur Beschulung der Abschlussjahrgänge ab einer 7-Tage-Inzidenz über 165 nicht mehr im Verordnungswege, sondern nur noch durch sogenannte “Allgemeinverfügung zum Vollzug des IfSG_12.05.2021“ erlassen werden.
An den entsprechenden Stellen in der Schul-Corona-Verordnung wird nun auf die Allgemeinverfügung verwiesen. Das erleichtert den Umgang mit den Regelungen nicht, ist aber für eine rechtssichere Ausgestaltung zwingend notwendig.

Es gibt ab dem 17. Mail 2021 insgesamt drei Inzidenzstufen, die für den Schulbetrieb entscheidend sind und die sich an den durch das geänderte Bundesinfektionsschutzgesetz (§ 28 b Absatz 3 IfSG) vorgegebenen Werten orientieren:

  • Inzidenz von 100 oder weniger,
  • Inzidenz über 100 bis 165,
  • Inzidenz über 165.

Zum Stichtag 12. Mai lag die durch das Robert-Koch-Institut ausgewiesene Inzidenz für den Landkreis Vorpommern-Greifswald bei 100,6. Zur Umsetzung in den Schulen vor Ort informiert Sie die zuständige Schulleitung.

Die bundesweit normierte Testpflicht sowie die Mund-Nase-Bedeckungspflicht gelten weiterhin in allen Inzidenzstufen.

Stufe unter 100:
Liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert bei 100 oder niedriger, gilt in allen Jahrgangsstufen Präsenzpflicht. In den Jahrgangsstufen 1 bis 6 und in den Abschlussklassen findet täglicher Präsenzunterricht statt. In den allgemein bildenden Schulen ab Klassenstufe 7 und in den beruflichen Schulen gibt es Wechselunterricht. Schulsport im Freien ist wieder möglich.

Stufe 100-165:
Bei einem Inzidenz-Wert zwischen 100 und 165 findet in allen Jahrgangsstufen Wechselunterricht statt. Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 1 bis 6, für die kein Unterricht an der Schule ist, steht die Notbetreuung in der Schule zur Verfügung.

Stufe über 165:
Bei einer Inzidenz von mehr als 165 sind lediglich die Abschlussjahrgänge im Präsenzunterricht Für alle anderen Schülerinnen und Schüler ist der Präsenzunterricht an den Schulen untersagt. Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 gibt es die Notbetreuung.

Als Abschlussjahrgänge sind folgende Klassenstufen definiert:

  • die Jahrgangsstufe 9 an der Regionalen Schule sowie im zur Mittleren Reife führen-den Bildungsgang der Kooperativen Gesamtschule und die Jahrgangsstufe 9 der Integrierten Gesamtschule,
  • die Jahrgangsstufe 11 der allgemein bildenden Schulen sowie die Jahrgangsstufe 12 der Abendgymnasien und Fachgymnasien,
  • die den Abschlussjahrgängen unmittelbar nachfolgenden Jahrgänge an den beruflichen Schulen,
  • alle Klassen der Bildungsgänge Berufsvorbereitungsjahr (einjährig, zweijährig), Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BVB) und Berufsvorbereitungsjahr für Ausländer, die zum Ende des Schuljahres 2020/2021 abgeschlossen werden.

Wenn sich die Inzidenzzahlen über die Stufenschwellen verändern, so erfolgt der Wechsel wie folgt:

  • Ein Wechsel in eine niedrige Inzidenzstufe ist möglich, wenn an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen die Inzidenzwerte durchgängig unter der bisherigen Inzidenzstufe liegen. Dann gelten ab dem übernächsten Tag Regelungen zum Schulbetrieb nach der niedrigeren Inzidenzstufe.
  • Bei steigenden Inzidenzwerten erfolgt der Wechsel in die höhere Inzidenzstufe, wenn nach einer Wartezeit von drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenzwerte durchgängig über den Werten der bisherigen Inzidenzstufe liegen. Auch hier gelten dann ab dem übernächsten Tag die Regelungen zum Schulbetrieb nach der höheren Inzidenzstufe.

In den Schulen des Landes gelten weiter die bestehenden Hygieneregeln. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist weiterhin Pflicht und die Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Auch gilt die Testpflicht, das heißt, sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte und alle an den Schulen Beschäftigten müssen mindestens zweimal pro Woche einen Selbsttest bzw. Antigen-Schnelltest durchführen.

Weiterführende Informationen zum Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen, erforderliche Formulare und Hinweise finden Sie auf den Seiten des zuständigen Landesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur siehe Menüpunkt Übersicht über die aktuellen Regelungen an Schulen - "Allgemeine Regelungen"

Kita-Öffnungen ab 17. Mai – Stichtag im LK VG entscheidet

Gemäß § 7 der aktuellen Corona-KiFöVO M-V entscheidet der 7-Tages-Inzidenzwert, veröffentlicht durch das Robert-Koch-Institut unter www.rki.de/covid-19-inzidenzen.de über die Organisation und Durchführung der KiTa-Förderung im Landkreis ab dem 17. Mai 2021. 

Der Inzidenzwert des Landkreises Vorpommern-Greifswald zum Stichtag 12. Mai 2021 entscheidet über die Art der Vor-Ort-Kinderbetreuung in Krippen, Kindertagesstätten, Kindertagespflege und Horten.

Für den Betrieb von Krippen, Kindertagesstätten, der Kindertagespflege und der Horte im LK V-G gilt ab dem 17. Mai somit die Stufe "Schutzphase mit Elterntestung" – vgl. Punkt 2

  1. Liegt die 7-Tage-Inzidenz unter 100 gilt Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen
    Alle Kinder dürfen die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen besuchen.
     
  2. Liegt die 7-Tage-Inzidenz über 100 und unter 165 gilt eine Schutzphase mit Umfeldtestung.
    Als zusätzliche Schutzmaßnahme wird als Voraussetzung für den Besuch der Krippe, des Kindergartens oder der Kindertagespflegestelle durch die Kinder eine Testpflicht der Eltern eingeführt.
    Den Hort können nur diejenigen Kinder besuchen, die an den entsprechenden Tagen die Grundschule im Rahmen des Wechselunterrichts besuchen oder an der schulischen Notbetreuung teilnehmen.
    Gemäß § 9 Absatz 4 der Corona-KiföVO M-V gilt für die Elterntestung folgendes:
     
    • mindestens ein Elternteil lässt sich zweimal die Woche testen oder testet sich selbst
    • zwei Elternteile testen sich selbst oder lassen sich jeweils einmal in der Woche testen
     
    Die Testung sollte nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen erfolgen. Die Verpflichtung kann erfüllt werden, in dem die Eltern zweimal in der Woche einen Nachweis beibringen durch:
     
    • eine Bescheinigung über einen Antigen-Schnelltest oder einen anderen Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Testergebnis, der in einem Testzentrum, einer Arztpraxis oder an anderer zulässiger Stelle durchgeführt wurde
    • eine Selbsterklärung (siehe Formular Selbsterklärung) über einen zu Hause durchgeführten Selbsttest auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 mit negativem Testergebnis oder
    • eine Bescheinigung des Arbeitgebers, dass bei beschäftigten unter Begleitung die Duchführung eines Schnelltests oder eines Selbsttests veranlasst wurde und das Ergebnis negativ war. (Formular).
     
    Die Nachweispflicht entfällt, sofern beide Elternteile oder der alleinerziehende Elternteil die Ausnahmeregelung – vollständiger Impfschutz - nach § 1b der Corona-Landesverordnung erfüllen.
    Die Schutzphase (100 – 165) endet gemäß § 9 Abs. 3 der Corona-KiFöVO M-V, wenn der Landkreis an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen die 7-Tagesinzidenz über 100 unterschreitet. Ab dem übernächsten Tag tritt die Schutzphase dann außer Kraft. Sonn- und Feiertage unterbrechend nicht die Zählung.
     
  3. Liegt die Inzidenz über 165 gilt das Besuchsverbot und die Notfallbetreuung

Alle erforderlichen Informationen, Formulare und Dokumente stellt das zuständige Landesministerium hier bereit.

Wichtige Formulare für Eltern

Gesundheitsbestätigung in der Kindertagesförderung

Selbsterklärung eines negativen Testergebnisses der Eltern (Schutzphase)

Formular Erklärung Reiserückkehrer Risikogebiet Selbsterklärung zur diagnostischen Abklärung COVID-19 FAQ Kita und Corona (inklusive FAQ zum Fließschema) Corona-Fall in der Kita - Handlungsempfehlungen für Eltern.pdf

Neufassung der Corona-Kindertagesförderungsverordnung

Aktuelle Corona-KiföVO (Gesetz- und Verordnungsblatt)

Übersicht der inzidenzbasierten Stufen:

Quelle: Kita-Stufen-Hygienehinweise ab 17.05.2021, Seite 3

Inzidenzabhängige Regelungen für die Landkreise und kreisfreien Städte (über 100)

Überschreitet in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die durch das Robert Koch-Institut im Internet unter https://www.rki.de/inzidenzen veröffentlichte Anzahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) den Schwellenwert von 100, so gilt dort ab dem übernächsten Tag § 28b Infektionsschutzgesetz (Anlage I).
Die Landkreise und kreisfreien Städte sind zuständige Behörde nach § 28b Absatz 1 Satz 3 und § 77 Absatz 6 Satz 3 Infektionsschutzgesetz.
Zu den hiermit verbundenen Aufgaben gehört die Bekanntmachung des In- und Außerkrafttretens der jeweiligen Maßnahmen.
Wird der Inzidenzschwellenwert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten, so treten diese ab dem übernächsten Tag außer Kraft. (5 Tage unter 100 + 1 Tag, dann Aufhebung ab Tag 7)

Der Inzidenzwert des Landkreises Vorpommern-Greifswald liegt seit dem 13. Mai 2021 unter 100 – bleibt dieser Trend unverändert gelten die nachfolgenden Beschränkungen ab dem 21. Mai 2021 nicht mehr.

Ergänzend zu den landesweiten Regelungen bei einer Inzidenz über 100 sind die Landkreise und kreisfreien Städte berechtigt, weitergehende infektionsschutzrechtliche Maßnahmen für ihr Gebiet zu prüfen im Hinblick auf ihre regionale Wirksamkeit zur Eindämmung des Infektionsgeschehens:

  • Ausgangsbeschränkungen
  • Bewegungsradiusbegrenzungen
  • Zugangsbeschränkungen und Einreiseverbote für Gemeinden, Ämter oder andere regional abgrenzbare Gebiete innerhalb der Kreisgrenzen.

Über die in § 28b Infektionsschutzgesetz geregelten Maßnahmen hinaus wird insbesondere auf folgende in Teil 1 der Corona-Landesverordnung landesweit geltende verschärfende Maßnahmen hingewiesen:

  1. Einkauf nach Terminvereinbarung ist, mit Ausnahme für Baumärkte bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 150, unzulässig.
  2. Behandlungen der Fußpflege sind nur zulässig, wenn sie medizinisch, therapeutisch oder pflegerisch notwendig sind.
  3. Autokinos sind für den Publikumsverkehr geschlossen.
  4. Es ist nur die kontaktlose Ausübung von Individualsportarten im Freien, die allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes auf öffentlichen oder privaten Sportaußenanlagen betrieben wird, zulässig.
  5. Prostitution ist untersagt.
  6. Eine Beherbergung zum Besuch der Kernfamilie ist untersagt.
  7. Eine zulässige Beherbergung ist nur für solche Personen zulässig, die bei der Anreise über ein tagesaktuelles negatives COVID-19-Schnell- oder Selbsttest-Ergebnis gemäß § 1a dieser Verordnung verfügen.
  8. Versammlungen unter freiem Himmel nach dem Versammlungsgesetz mit bis zu 50 Teilnehmenden sind zulässig, wenn die Auflagen aus Anlage 38 eingehalten werden.
  9. Zusammenkünfte jedweder Glaubensgemeinschaften in Kirchen, Moscheen, Synagogen, Kapellen und in ähnlichen Räumlichkeiten oder unter freiem Himmel sind zulässig, sofern die Auflagen aus Anlage 39 eingehalten werden.

Inzidenzabhängige Regelungen für die Landkreise und kreisfreien Städte (über 150)

Wird in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz von 150 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten und ist dies auf ein diffuses, nicht auf lokale Ausbrüche begrenztes Infektionsgeschehen zurückzuführen, haben die zuständigen Behörden unter einer Gesamtbewertung der Infektionslage weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Sie können durch Allgemeinverfügung, unter Umständen auch räumlich begrenzt, insbesondere

  1. eine Einschränkung des Bewegungsradius jeder Person um den Wohnort oder die Unterkunft, unter dem Vorbehalt des Vorliegens näher, jedoch nicht abschließend zu bestimmender triftiger Gründe,
  2. eine Beschränkung des Zugangs zu publikumsträchtigen Ausflugszielen, unter dem Vorbehalt des Vorliegens näher, jedoch nicht abschließend zu bestimmender triftiger Gründe,
  3. eine Beschränkung der Einreise in ihren Landkreis, ihre kreisfreie Stadt oder einen hierin näher zu bestimmenden räumlichen Bereich, unter dem Vorbehalt des Vorliegens näher, jedoch nicht abschließend zu bestimmender triftiger Gründe sowie
  4. Ausreisebeschränkungen, mit denen das Aufsuchen von solchen Einrichtungen, Verkaufsstellen, Dienstleistungsbetrieben oder sonstigen in dieser Verordnung geregelten Stätten in einem anderen Landkreis oder einer anderen kreisfreien Stadt untersagt wird, die in ihren eigenen Landkreisen oder kreisfreien Städten aufgrund der Infektionslage geschlossen sind,

erlassen werden.
Die zuständigen Behörden können unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens und der möglichen Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung auch andere als die genannten, mindestens gleich geeigneten Maßnahmen durch Allgemeinverfügung treffen. Unterschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt ab dem Tag nach dem Eintreten der Maßnahmen nach diesem Absatz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz den Schwellenwert von 150, so treten an dem übernächsten Tag die Maßnahmen dieses Absatzes außer Kraft; hierauf ist in den Allgemeinverfügungen hinzuweisen; das Unterschreiten des Schwellenwertes und das Außerkrafttreten der Maßnahmen ist durch Allgemeinverfügung bekanntzumachen.
Der Erlass des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit zur MV-Corona-Ampel ist in seiner jeweils gültigen Fassung zu beachten. Aufgrund von § 12 getroffene Regelungen bleiben unberührt.

Hier finden Sie die geltenden Allgemeinverfügungen des Landkreises Vorpommern-Greifswald.

Regionale Lockerungen ab einem Inzidenzwert unter 50: 7 /14 Tage unter 50

Wird im Landkreis die Zahl von 50 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner an mindestens sieben aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten, können die zuständigen Behörden durch Allgemeinverfügung die Öffnung folgender nach dieser Verordnung landesweit geschlossener Angebote und Einrichtungen oder geregelte Beschränkungen ermöglichen:

    1. private Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit und in geschlossenen Räumen im Kreise der Angehörigen des eigenen Hausstandes und eines weiteren Hausstandes, maximal jedoch mit fünf Personen; Ehegatten, eingetragene Lebenspartner und Lebensgefährten, die nicht gemeinsam in einem Haushalt leben, gelten als ein Hausstand; dazugehörige Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgerechnet,
    2. die Öffnung des Einzelhandels mit einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 10 qm für die ersten 800 qm Verkaufsfläche und einem weiteren für jede weiteren 20 qm,
    3. die Öffnung ohne Terminvereinbarung von kulturellen Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten sowie ähnlichen Einrichtungen,
    4. die Öffnung der Bibliotheken und Archive,
    5. die Öffnung von Zoos, Tier- und Vogelparks und botanischen Gärten und
    6. kontaktfreien Sportbetrieb in kleinen Gruppen mit maximal 10 Personen im Freien auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen.

Wird im Landkreis die Zahl von 50 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner an mindestens 14 aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten, kann die zuständige Behörde durch Allgemeinverfügung bei Regelung von Testerfordernissen die Öffnung folgender nach dieser Verordnung landesweit geschlossener Angebote und Einrichtungen oder geregelte Beschränkungen ermöglichen:

    1. die Öffnung von außengastronomischen Angeboten von Gaststätten im Sinne des § 1 des Gaststättengesetztes,
    2. die Öffnung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos und
    3. die Ausübung von kontaktfreiem Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport im Freien auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen.

Eine Aufhebung regionaler Lockerungsmaßnahmen hat spätestens zehn Tage nach ununterbrochenen Überschreiten der Inzidenz von 50 zu erfolgen.

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