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Sie sind positiv getestet oder hatten nachweislich Kontakt zu einer infizierten Person? 

Mitwirkungspflichten für Erkrankte und Kontaktpersonen angeordnet per Allgemeinverfügung

Die Anordnung einer Isolierung im Krankheits- bzw. Verdachtsfall ist durch das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG) geregelt und wird durch das jeweils zuständige Gesundheitsamt anhand bundesweiter Vorgaben umgesetzt.
Ziel im Rahmen der Corona-Pandemiebekämpfung ist es, gemeinsam Übertragungsketten zu minimieren, um Infektionsketten schnellstmöglich zu unterbrechen.

Informationspflichten nach der Corona Verordnung (CORONAVO) gemäß Artikel 13, 14 DSGVO


Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat am 11.05.2021 eine Allgemeinverfügung für Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert (positiv getestete Personen) und die zugehörigen Kontaktpersonen bekannt gegeben.

  • ISOLIERUNG = Schutzmaßnahme für Infizierte (positiv auf SARS-CoV-2 getestete Personen/Laborbefund) mindestens 14 tägige Isolierung
  • QUARANTÄNE = für Kontaktpersonen zu einem Infizierten - siehe Kontaktpersonenmanagement


Ansprechpartner und Unterstützung:


Team Kontaktnachverfolgung

E-Mail: hygiene@kreis-vg.de

Teamleiterin:
Frau Florin

03834 8760-2328 
stellvertretende Teamleiterin:
Frau Syrbe


03834 8760-2960

Weitere Informationen für positiv getestete Personen und den zugehörigen Kontaktpersonen:

Kontaktpersonenmanagement

Definition enger Kontakt: 
  1. Aufenthalt im Nahfeld der infizierten Person aufgehalten mit weniger als 1,5 m Abstand und länger als 10 Minuten
    ohne adäquaten Schutz*
  2. Gespräche ohne adäquaten Schutz < 1,5 m unabhängig von der Dauer des Gesprächs oder Kontakt mit respiratorischem Sekret 
  3. gleichzeitiger Aufenthalt von Kontaktperson und Fall im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration
    infektiöser Aerosole, 
    unabhängig vom Abstand für mehr als 10 Minuten
    (auch wenn durchgehend und korrekt ein Mund-Nase-Schutz oder FFP2-Maske außerhalb des Arbeitsschutzes getragen wurde)


Weiterhin gilt: Kontaktperson ist ... 

  • wer zur infizierten/positiv getesteten Personen im Zeitraum von 48 Stunden vor Auftreten der Symptome bis zum Zeitpunkt
    der häuslichen Absonderung Kontakt hatte
  • wer zur infizierten/positiv getesteten Personen Zeitraum von 48 Stunden vor Abnahme des Abstrichs Kontakt hatte,
  • wer zur infizierten/positive getesteten Personen nachweislich Kontakt hatte, ab dem Zeitpunkt, ab dem dieser Kontakt hatte


* adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt einen Mund-Nase-Schutz oder eine FFP2-Maske


Hinweise:

  • abzugrenzen von den (3) aufgeführten Situationen das Tragen von FFP2-Masken im Gesundheitswesen durch
    geschultes Personal (als persönliche Schutzausrüstung/Arbeitsschutz im Rahmen der Patientenversorgung)
  • Gesundheitsämter treffen nach individueller Situation die Einteilung und Anordnung von 10 Tagen Quarantäne 
  • ausreichende Lüftung: alle 20 Minuten Stoßlüftung für mind. 5 Minuten oder bei 3-fachem Luftwechsel pro Stunde 
    (besser: 4-6 fachen Luftwechsel bei Raumlufttechnischen Anlagen (RLTA) einstellen)
  • mehr Informationen unter Kontaktpersonen-Nachverfolgung (KP-N) bei SARS-CoV-2-Infektionen (vom RKI)

2021-09-22_Checkliste_Kontaktperson_Vorschau


Für die Kontaktpersonen gilt das Kontaktpersonenmanagement des RKI

Folgende Verhaltensweisen sollten während der Absonderung in häuslicher Quarantäne Berücksichtigung finden: RKI-Flyer Häusliche Quarantäne

Weitere Informationen zum Kontaktpersonenmanagement des LAGuS (Stand: 21.09.2021)

1. Testung von engen Kontaktpersonen:

  • Freitestung ab Tag 6 mittels PCR möglich oder bei Personen, die in eine serielle Teststrategie eingebunden sind (z. B. Schulen) reicht ein hochwertiger Antigen-Schnelltest
  • oder: Quarantäne von 7 Tagen (Freitestung ab Tag 8 mittels hochwertigem Antigen-Schnelltest möglich)

  • Haushaltsangehörige und Personen, die in vulnerablen Gruppen tätig sind ( z. B. medizinisches Personal und Personal in Alten-/Pflegeheimen), können die Quarantäne NICHT vorzeitig beenden 
  • es ist ein PCR-Test an Tag 10 erforderlich 
  • Symptombeobachtung über 14 Tage bzw. bei Haushaltsangehörigen bis 20 Tage nach letztem Kontakt mit dem Fall 
  • bei Symptomentwicklung: diagnostische Abklärung mittels PCR-Test 


2. Personalmangelsituation (für Personal der kritischen Infrastruktur):

  • Arbeitsquarantäne: für enge und ungeimpfte Kontaktpersonen, die symptomfrei sind, kann eine Ausnahmeregelung durch das zuständige Gesundheitsamt getroffen werden 
    (Personalmangel muss dem Gesundheitsamt angezeigt werden)
  • am Tag 5 und 10 ist ein PCR-Test erforderlich 
  • für medizinische Bereiche und APH: bei engem Patienten-/Bewohnerkontakt mit FFP2-Maske arbeiten, Mindestabstand in Pausen ohne Maske beachten, Einhaltung der Hygieneregeln (AHA + L)


3. vollständig geimpfte oder genesene Kontaktpersonen:

  • keine Quarantäne
  • Symptombeobachtung über 14 Tage nach letztem Kontakt zum Fall
  • bei Symptomentwicklung: diagnostische Abklärung mittels PCR-Test
  • Einhaltung der Hygieneregeln: AHA + L
  • Symptomkontrolle: in Bereichen, wo eine Symptomkontrolle nicht sicher umsetzbar ist oder eine unentdeckte Infektion gravierende Folgen hat, kann es hilfreich sein PCR-Untersuchungen auch bei Symptomfreiheit zu machen, um asymptomatische Re-Infektionen oder Impfdurchbrüche zu entdecken, z. B. zum Zeitpunkt der mittleren Inkubationszeit (Abstrich am Tag 5-7)


4. Indexfall = Impfdurchbruch oder Reinfektion < 6 Monaten UND es liegen auffällige Besonderheiten** vor:

  • vorläufige Quarantäne für alle Kontaktpersonen, auch für vollständig geimpfte und genesene Kontaktpersonen
  • es wird ein Varianten-PCR + Ganzgenomsequenzierung beim Indexfall veranlasst
  • bei Personalmangelsituation besteht in Ausnahmesituationen die Möglichkeit wie bei ungeimpften Personal (siehe 2.) vorzugehen:
        • Arbeitsquarantäne (Einzelfallentscheidung)
        • PCR-Test am Tag 5 und 10 (auch für vollständig geimpfte und genesene Personen)
        • für medizinische Bereiche und APH: bei engem Patienten-/Bewohnerkontakt mit FFP2-Maske arbeiten, Mindestabstand in Pausen ohne Maske beachten, Einhaltung der Hygieneregeln (AHA + L)
  • besteht nach Varianten-PCR der Verdacht auf einen Wildtyp, Alpha-Variante B.1.1.7 oder Delta-Variante B.1.617.2 besteht die Möglichkeit die Quarantäne für vollständige geimpfte und genesene Personen aufzuheben
    -> dann Vorgehen wie in Punkt 3. 

** auffällige Besonderheiten = großer Ausbruch, viele schwere Fälle im Ausbruch



5. Testung zur Entisolierung von positiven Fällen: 

  • PCR-Test am Tag 13 bzw. 14
    (auch bei schweren Verläufen, Immunsuppression und bei vorzeitigem Arbeitsantritt von medizinischem Personal bei Genesung)
  • positiv getestete asymptomatische Person nach vollständiger Impfung:
      • Isolierung von mind. 5 Tagen
      • PCR-Kontrolle an Tag 4 oder 5
          • wenn negatives Ergebnis oder unterhalb des definierten Schwellenwertes und durchgängig asymptomatisch: Entisolierung
          • bei Viruslast oberhalb des Schwellenwertes oder Symptomentwicklung: bekanntes Vorgehen
            (Isolierung von 14 Tagen ab Symptombeginn bzw. Erstnachweis des Erregers, nachhaltige Besserung der akuten COVID-19-Symptomatik gemäß ärztlicher Beurteilung seit > 48 h, abschließende Testung mittels PCR-Untersuchung je nach Schweregrad des COVID-19-Verlaufs)

Kontaktpersonenmanagement für KiTa und Schule

Das Kontaktpersonenmanagement des LAGuS dient als Entscheidungsgrundlage zur Anordnung von Quarantäne in Schulen und KiTa. Dieses gilt bis einschließlich Stufe 3 (orange) der risikogewichteten Einstufung des Landkreises. Das Kontaktpersonenmanagement ist lediglich eine Empfehlung des LAGuS zur einheitlichen landesweiten Umsetzung. Es ist weder ein Gesetz noch eine Verordnung, die für die Landkreise und kreisfreien Städte bindend ist.

Das Kontaktpersonenmanagement sieht grundsätzlich von der Anordnung der Quarantäne für Kontaktpersonen im Umfeld von Schule und KiTa ab. Dennoch ist diese Bewertung von der Einhaltung von Auflagen abhängig. Es erfolgt in jedem Fall eine Einzelfallentscheidung, bei der die Umsetzung des Hygiene- und Sicherheitskonzepts der Einrichtung, die örtlichen Gegebenheiten und die tatsächliche Infektionslage durch das Gesundheitsamt bewertet werden.

In den folgenden Übersichten ist das Kontaktpersonenmanagement in Schulen und KiTa schematisch dargestellt:

Übersicht für Schulen:

Übersicht für KiTa:

Allgemeine Information zum Kontaktpersonenmanagement Schule und KiTa:

  • Der 1. Tag der Beobachtung in der Kohorte bzw. in häuslicher Quarantäne beginnt nach dem Tag des letzten Kontaktes mit dem Indexfall.
  • Die Freitestung erfolgt frühestens nach Ablauf von Tag 5
  • Symptomkontrolle ist bei allen Kontaktpersonen (auch geimpfte und genesene Personen) bis zum 14 Tag nach dem letzten Kontakt mit dem Indexfall durchzuführen
  • bei Symptomentwicklung ist eine diagnostische Abklärung mittels PCR notwendig
  • reale Einschätzung des Infektionsrisikos sowie ggf. daraus ergebende abweichende Maßnahmen obliegen nach Infektionsschutzgesetz dem zuständigen Gesundheitsamt 


Im Nachfolgenden finden Sie einen Link zu den Elternbriefen:


Was passiert ab Stufe 4 (roter Bereich)?

Gilt für Schulen und KiTa:

  • Quarantäne der gesamten Kohorte
  • Das Kontaktpersonenmanagement folgt der RKI-Empfehlung


Weitere Informationen und Hinweise:

Regelungen für positiv getestete Personen (COVID-19-Infizierte)

2021-09-22_Checkliste_Ihr Corona-Test ist positiv_Vorschau

2021-09-22_Checkliste_Kind positiv getestet_Vorschau

  • Infizierte Personen müssen sich unverzüglich nach Kenntniserlangung des positiven Testergebnisses in Isolation begeben.
  • Sie müssen sich bis zum Ende der Erkrankung in der Häuslichkeit aufhalten unter Einhaltung folgenden Verhaltensauflagen:
  • Die Absonderung endet bei einer asymptomatischen SARS-CoV-2-lnfektion frühestens 14 Tage nach Erstnachweis des Erregers. Die Absonderung wird durch das Gesundheitsamt beendet.
  • Bei schweren und leichten symptomatischen COVID-19-Verläufen ist vor der Entlassung eine 48-stündige Symptomfreiheit erforderlich, die durch das Gesundheitsamt abgefragt wird.
  • Infizierte haben unverzüglich nach Bekanntwerden der Infektion Kontaktpersonen im privaten und beruflichen Umfeld, mit Ausnahme von Kontaktpersonen aus dem medizinischem Bereich zu ermitteln.
  • Infizierte haben eine Liste über ihre Kontaktpersonen 

zu erstellen und diese an hygiene@kreis-vg.de zu übermitteln.


  • Infizierte sind verpflichtet, ihre engen Kontaktpersonen auf die für sie damit einhergehende häusliche Absonderung hinzuweisen und sie darauf aufmerksam zu machen, dass die Kontaktpersonen diese Allgemeinverfügung (insbesondere Ziffer II. der Allgemeinverfügung) zu beachten haben.
  • Definition enger Kontaktpersonen: siehe Kontaktpersonenmanagement

Weiterführende Hinweise und Informationen für Betroffene

RKI-Information für Patienten und Angehörige – bei bestätigter COVID-19-Erktankung
RKI-Merkblatt für Betroffene – Kontaktpersonen
Verhaltensregeln und Informationen für die häusliche Quarantäne – Infektionsschutz.de
Informationsplattform rund um das Coronavirus – Verhalten bei Krankheitszeichen
Informationsplattform/Antragstellung: Entschädigung bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen



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