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Datum: 16.03.2021

Landkreis Vorpommern-Greifswald kündigt völlig anders ausgerichtete Teststrategie an

Landrat Sack: "Bevölkerung schützen heißt möglichst viele Infizierte erfassen!"

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat angekündigt, künftig eine völlig anders ausgerichtete Teststrategie anzuwenden.

Vor dem Hintergrund der vermehrt zur Verfügung stehenden Schnelltests und der Ankündigung des Landes entsprechende Testpunkte in der Fläche zu organisieren, findet im östlichen Teil Vorpommerns gerade ein Paradigmenwechsel in Sachen Testungen statt.

"Das vermehrte Auftreten der britischen Virus-Variante und die ersten Nachweise der aggressiven südafrikanischen Variante machen zusammen mit der enormen Zunahme der Infektionen im Nachbarland Polen eine neue Ausrichtung unserer Strategie unausweichlich. Unsere Bevölkerung vor dem Virus zu schützen kann nur bedeuten, möglichst viel zu testen, um möglichst viele infizierte Menschen zu erfassen", sagte Landrat Michael Sack.

Statt auf den Inzidenzwert ängstlich wie das sprichwörtliche Kaninchen auf die Schlange zu schauen, müsse alles daran gesetzt werden, die tatsächliche Situation möglichst transparent herauszuarbeiten. Nur so sei ein wirkungsvolles Konzept zum Bevölkerungsschutz mit den bewährten Komponenten in der Praxis tatsächlich zu realisieren.

"Die drei Säulen Impfen, Testen und Einhalten der Hygieneregeln müssen angesichts der aktuellen Situation so ertüchtigt werden, dass wir uns selbst später keinerlei Vorwürfe zu machen brauchen. Wir waren und sind mitnichten die Letzten, sondern vielmehr die Ersten – und zwar beim Aufdecken der positiven Fälle in der Bevölkerung", betonte der Landrat.

Alle zu Gebote stehenden Mittel müssten jetzt genutzt werden, um in der Situation, in der sich eine dritte Welle abzeichne, Schlimmeres zu verhindern. Dazu gehöre auch die Einsicht an höherer Stelle, dass nicht diejenigen abgestraft werden, die viel testen und viele infizierte Menschen zum Schutze aller anderen ermitteln. Dieser Irrweg, so Sack, müsse jetzt ein Ende haben.

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